- 1: Wochenimpuls.
- 2: Foto-Impuls.
- 3: 2013 Materialien.
- 4: Mit Kindern beten.
- 5: Über das Beten.
- 6: Beten konkret.
- 7: Ignatianisch beten.
- 8:
Schönstatt.- 8.1: Spurensuche.
- 8.2: SMS from God.
- 8.3: Offene Türen suchen.
- 8.4:
Gewandelt werden. - 8.5: Glaubenshaltung.
- 8.6: Mystik des Gesprächs.
- 8.7: Der Rote Faden.
- 8.8: Lichter-Rosenkranz.
- 9: Gebetsapostolat.
- 10: Beten Postmoderne.
- 11: Mechthild von Magdeburg.
- 12: Gebete.
- 13: Gebetskarte.
„Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! - Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüger mit Wasser! - Der für das Mahl Verantwortliche kostete das Wasser, das zu Wein geworden war.“
Joh 2,1-12
„Wir müssen mit Unbegreiflichkeiten, mit Dunkelheiten, mit Missverständnissen, Unverständlichkeiten in unserem Leben rechnen.“
Josef Kentenich
Der Krug – mehr als ein Ritual
Die Hochzeit zu Kana
Im Johannesevangelium beginnt das öffentliche Wirken Jesu mit der Hochzeit zu Kana (Joh 2,1-12). Hier zeigt sich Jesus erstmals als Sohn Gottes, der in Wort und Tat den Menschen beisteht und ihr Bestes will.
Das Brautpaar hat keinen Wein mehr. Maria macht ihn darauf aufmerksam. Doch seine Stunde ist zunächst noch nicht da. Maria sagt den Dienern: „Was er euch sagt, das tut!“ Die Diener füllen sechs Steinkrüge auf die Forderung Jesu hin: „Füllt die Krüge mit Wasser!“ Und Jesus verwandelte das Wasser in köstlichen Wein.
Durch das Wunder der Verwandlung in Kana können die Menschen ihr Fest feiern. Seine Jünger, so berichtet das Evangelium, glauben an Jesus.
Wandlung
Was in dieser Erzählung geschildert wird, begeht die Kirche in jeder Eucharistiefeier. Die Menschen bringen mit den Gaben von Brot und Wein alle ihre Hoffnungen, Freuden und Ängste und bitten um Wandlung. In Brot und Wein wird der Herr der Gemeinde selbst gegenwärtig und mit ihm das Versprechen: „Ich bin allezeit bei euch!“
„Füllt die Krüger mit Wasser!“
... zu Hause
In einem Krug-Ritual kann dieses Geschehen noch einmal existentiell verdeutlicht werden. Die Menschen werden eingeladen, ihr „Wasser des Lebens“ in den Krug zu geben. Sie schreiben auf einen Zettel, was sie bewegt, beschäftigt, freut oder ängstigt, und legen ihn in den Krug. Sie danken dafür, was sie froh und glücklich macht. Sie bitten um Wandlung für das, was sie ohnmächtig macht und sie nicht ändern können.
Bewusst verbinden sie dadurch ihr Leben und ihren Alltag mit Gott.
... in der Gemeinde
Während des Sonntagsgottesdienstes kann der Krug bei der Gabenbereitung mit zum Altar gebracht werden. Mit den Gaben von Brot und Wein bitten wir um Wandlung für unser Leben.
Die Gemeindemitglieder werden eingeladen, bereits zu Hause oder zu Beginn des Gottesdienstes einen solchen Zettel aufzuschreiben und in den Krug zu geben. Die Zettel werden anonym behandelt und später verbrannt. Dieses Krug-Ritual gibt den Einzelnen die Möglichkeit, sich ganz persönlich und ihre Anliegen einzubringen.
Biblisch leben
Pater Josef Kentenich, der Gründer der Schönstattbewegung (1885-1968), betonte, dass die Heilsgeschichte nicht mit dem endete, was in der Bibel steht. Gottes Zuwendung zu den Menschen setzt sich in der Geschichte der Kirche und der ganzen Menschheit fort. Pater Kentenich formulierte darum oft die Reihung: Die Heilsgeschichte von damals wird zur Kirchengeschichte und zur persönlichen Heilsgeschichte jedes einzelnen Menschen und jeder Gemeinschaft, die auf der Suche nach Gott ist.
Das bedeutet konkret: Wir dürfen und sollen das, was wir in der Bibel lesen auch als Verheißung für unser Leben lesen.
Anregungen zum Umgang mit dem Krug
