- 1: Wochenimpuls.
- 2: Foto-Impuls.
- 3:
Mit Kindern beten.- 3.1: Kerze.
- 3.2: Namenspatron.
- 3.3: Vater Unser.
- 3.4: Beten-Gebärden.
- 3.5: Weihwasser.
- 3.6: Kirchenbesuch.
- 3.7: Marienstatue.
- 3.8: Weihrauch.
- 3.9: Gebet am Abend.
- 3.10: Stuhlkreis.
- 3.11: Messdiener.
- 3.12: Friedhof.
- 3.13:
Sieben Tipps.
- 4: Über das Beten.
- 5: Beten konkret.
- 6: Ignatianisch beten.
- 7: Schönstatt.
- 8: Gebetsapostolat.
- 9: Beten Postmoderne.
- 10: Mechthild von Magdeburg.
- 11: Gebete.
- 12: Gebetskarte.
Sieben Tipps
1.
Mit dem Beten die Gruppenstunde, den Unterricht beginnenWer Kindern etwas über das Beten sagen will, betet am einfachsten zusammen mit den Kindern. Ein kleines Ritual erleichtert das, z.B. eine Kerze anzuzünden - durch ein Kind. Hierdurch wird die Aufmerksamkeit auf das Licht konzentriert und das Beten wird einfacher.
2.
Nicht zu lange Gebete:Im Gebet nur einen oder zwei Gedanken entfalten, zum Beispiel Dank und Bitte. Beides sollte konkret aus dem Lebensumfeld der Kinder stammen. Ein Beispiel: „Lieber Gott, wir danken dir für das schöne Wochenende. Bitte schenke uns in dieser Schulwoche schönes Wetter, damit wir uns daran freuen können und vielleicht auch besser lernen. Amen.“
3.
In der Sprache der KinderWichtig ist es, zu beten wie die Kinder sprechen. Möglichst keine Fremdworte, lange Satzkonstruktionen oder abstrakte Begriffe verwenden. Immer konkret sprechen und formulieren. Zum Beispiel so: „Lieber Gott, ich danke dir, dass du mich so liebst wie mich meine Eltern lieben und noch viel mehr. Achte so gut auf mich, wie meine Eltern.“
4.
Rituale, feste Formeln nutzenDas Gebet sollte immer mit der Formel beginnen und enden: Im Namen des Vaters … und „so bitten wir dich durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen“. Das macht den Kindern eher beiläufig bewusst, dass wir zu Gott nur durch Christus sprechen und fördert gleichzeitig das Wiedererkennen und Verstehen dieser Formel in der Messe.
5.
Gebete aus dem Kontext formulieren Kinder schreiben leichter Gebete, wenn sie immer wieder damit aktiv in der Erstkommunionvorbereitung oder durch den Religionsunterricht damit befasst sind. Durch das Vorbeten der KatechetInnen und LehrerInnen lernen sie, wie man zu Gott in seiner eigenen Sprache und Sprachkompetenz sprechen kann. Das ermutigt sie, so zu beten, „wie ihnen der Schnabel gewachsen ist“.
6.
Kinder formulieren selbst GebeteKinder sprechen spontan mit Gott. Sie nenne Gebete auch „Gedichte“, doch ist es für einige Kinder eine Überwindung, ihre Gebete aufzuschreiben. Das heißt, sie empfinden das Sprechen mit Gott als eine sehr persönliche Sache. Das sollte respektiert werden, gerade auch dann, wenn es um die Namensnennung unter einem Gebet geht. Zum Schreiben von Gebeten reichen den Kindern oft nur fünf Minuten, sie sind eher schneller fertig, insbesondere, wenn man bestimmte Vorgaben macht, zum Beispiel: Bittgebet, Lobgebet, Dankgebet. Manchmal wird man auch gefragt, ob man für etwas Bestimmtes beten könne, zum Beispiel für Haustiere. Das sollte mit dem Hinweis, dass Tiere ja auch Geschöpfe Gottes sind, bejaht werden.
7.
Gebetstext ausmalenWenn einige Kinder früher als andere mit dem Schreiben eines Gebete fertig sind, kommt unweigerlich die Frage: „Was kann ich jetzt machen?“ Dann sollte man ihnen sagen, dass sie das Blatt mit dem Gebet ausmalen können. Das wird sehr gerne gemacht.
Gebete der Kinder verwenden
Erfreuen Sie sich an den Kindergebeten, indem Sie sie mit den Kindern und dann auch eben selbst beten. Viele Formulierungen der Kinder sind sehr originell und sagen oft mehr, als einem Erwachsenen einfällt. Eines meiner Lieblings-Kindergebete lautet: „Lieber Gott, danke für diesen tollen Tag, aber lass mich jetzt in Ruhe ruhen.“ Was steckt da nicht alles drin!
Helmut Zimmermann (Religionslehrer an der Lahn)